Koiteich im Garten

Koiteich im Garten

Das Halten von Koi ist mehr als nur ein banales Hobby. Manche sagen, es sei sogar eine Art von Lebenseinstellung.

Die Ausgeglichenheit dieser in jeder Größe erhaben anmutenden Fische soll sich ebenso auf ihre Besitzer übertragen. In Japan gelten Koi als Glücksbringer.

Sie sind ein Symbol für Harmonie, Kraft und Ausdauer. Sie haben eine starke Konstitution, aber ihre Haltung erfordert demnach auch besondere Zuwendung und optimalste Bedingungen. Klar das hier Perfektionismus schon beim Teichbau beginnen muss und fein abgestimmte Pflege für den Teich und Fische erforderlich ist.

Koi sind keine "eingeborenen" Japaner. Sie stammen ursprünglich womöglich aus Ostasien, dem Kaspischen und Schwarzem Meer, dem Aralsee und aus China.

Die ersten schriftlichen Beweise von der Existenz der Koi wurden vor langer Zeit in China gefunden. Koi wurden anscheinend demnach nach Japan mit den dort einmarschierenden Chinesen eingeführt und als erstes durfte nur der Kaiser von Japan Koi halten und pflegen.

Koiteich

Wie alt und wie groß werden Koi?

Das realistische Alter der Tiere liegt etwa im Bereich von 40 und 70 Jahren. Das ist im Vergleich zu einem normalen Fisch sehr lange. In Japan werden auch noch ältere Koi gehalten!

Ausschlaggebend für ein hohes Alter sind unter Anderem logischer Weise die Haltungsbedingungen sowie die herrschenden Temperaturen des Teiches, in der sich die Fische befinden.

Diese Einflüsse sind natürlich demnach auch mitverantwortlich für die Gesundheit und das Wachstum der anmutigen Tiere.

Je älter Koi-Karpfen werden, desto anspruchsvoller wird ihre Haltung. 60 Jahre sind in erfahrenen Züchtungen keine Seltenheit. Koi können somit auch eine Beziehung für Ihr ganzes Leben bedeuten. Sie werden schnell zutraulich und lassen sich beim Füttern sogar streicheln.

Das ist für Fische allgemein eher selten und macht den direkten Kontakt für uns Menschen umso mehr zu einem außergewöhnlichen Erlebnis!

Woher stammt der Name "Nishikigoi" ?

"Nishikigoi" - allgemein gekennzeichnet als "Koi", sind die nationalen Fische von Japan, folglich wird der Name des Fisches von der japanischen Sprache abgeleitet.

"Nishiki" ist das japanische Wort, das verwendet wird, um ein in hohem Grade farbiges Tuch zu beschreiben.

"Goior Koi" ist der japanische Name für Karpfen.

Zusammen, folglich "Nishikigoi", wird als farbiger Karpfen übersetzt.

Umgangssprachlich formulieren die Menschen heutzutage aber nur noch die Kurzform: "Koi".

Koinase

Fun-Fakt: Der Name "Koi"

Der Name "Koi" wird ganz normal ausgesprochen - wie man ihn auch normalerweise schreiben würde. Die Mehrzahl von Koi lautet ebenfalls Koi und nicht Kois!

"Koi" heißt auf japanisch Karpfen, die Mehrzahl von Karpfen ist ebenfalls (die) Karpfen und nicht (die) Karpfens. Das wäre dann zu viel des Guten. :-) 

 

Wie entstehen denn überhaupt die Farben der Koi?

Der normale Karpfen sieht normalweise grau aus. Grau ist eine Mischfarbe aus vielen Einzelfarben. Die ersten Farbvariationen beim Koi entstanden durch unterschiedliche Mutationen, wesentlich mehr Farbvarianten werden aber durch Kreuzungen, d.h. durch Kombinieren verschiedener Erbmerkmale erzeugt.

Die Farbmutationen beim Koi sind genetische Defekte, Farbmängel. Bei einer solchen Farbmangelmutation fallen eine oder mehrere Farben aus, hierdurch verändert sich ebenso die Gesamtfärbung:

  • Goldfärbung = "Xantorismus" entsteht bei fehlendem Melanin

  • Blaufärbung = "Alampie" entsteht durch Fehlen des Guanins

  • Weiße Fische = "Albinos" entstehen, wenn Lipochrome und Melanin fehlen. Bei ihnen enthalten ebenso die Augen keinen einzigen Farbstoff, sodass der Augenhintergrund dann einfach rot durchscheint

  • Schwarzfärbung = "Melanismus" wird durch Ausfall der Lipochrome hervorgerufen

Mehrfarbige Koi entstehen durch partiellen Ausfall von Farben auf verschiedenen Teilen des Körpers, beispielsweise bei den Flossen.

Kreuzt man die verschiedensten Farbvarianten endlos untereinander kann es passieren das deren Farben schließlich wieder so gemischt werden das am Ende wieder graugefärbte Karpfen entstehen.

Farbliche Koi

Können Koi eigentlich auch mit anderen Fischen zusammen leben?

Es beginnt oft damit, das Besitzer von Teichen schon verschiedene Fischarten im Ihrem Teich pflegen. Erst in weiter Folge wird das Interesse für Koi geweckt.

Können Sie dann Koi hinzufügen?

Koi sind mit den üblichen, friedlichen Fischen wie Rotfedern, Bitterlingen, Goldorfen, Diamantbarschen, Schleien, gemeinen Sonnenbarschen, Stichlingen, Karauschen, Goldfischen, Gründlingen, Plötzen, Döbel und ähnlichen üblichen Fischen kompatibel.

Katzenwelse werden leider sehr schnell groß und als nächtliche Räuber dann eine Gefahr für kleinere Fische. Es gibt aber auch große Koi, die sich auf das Fressen von kleinen Fischen spezialisiert haben.

So interessant es auch sein mag Vielfalt in seinem Teich zu pflegen bringt es auch Nachteile mit sich:

  • Verschiedene Arten von Fischen in unterschiedlichen Größen im Teich zu halten hat den großen Nachteil das nicht alle Fische optimal wachsen können.

  • Es besteht natürlich immer auch eine immense Futterrivalität - nur die schnellsten Schwimmer sowie die größten Fresser werden sich durchsetzen.

Schon kleinere Koi können nicht ausreichend wachsen wenn sie sich zusammen mit großen Koi in einem Teich befinden.

Jede Fischart bevorzugt außerdem ihr eigenes Futter! Wir empfehlen Ihnen  daher keine anderen Teichfische in Ihren Teich einzusetzen.

 

Teich mit Koi

Können sich Koi im Teich eigentlich auch vermehren?

Die Vermehrungsreife der Koi wird wesentlich von der Haltungstemperatur bestimmt. Sie tritt in warmen Gegenden oder bei Haltung in durchwegs warmen Wasser wesentlich eher ein als in unserem normalem mitteleuropäischen Klima.

In tropischen Gegenden wie zB. in Thailand können Männchen manchmal schon im Alter von 5 - 6 Monaten und die Weibchen mit 1 - 2 Jahren geschlechtsreif werden.

Die Männchen brauchen meistens 2 - 3 Jahre und die Weibchen 3 - 4 Jahre bis zu Ihrer Fortpflanzungsreife. Herrschen tropische Bedingungen können die Koi während des ganzen Jahres ablaichen.

In unseren Breitengraden in Europa müssen dagegen bestimmte Bedingungen erfüllt sein welche in der freien Natur erst gegen Ende Mai bis Anfang August gegeben sind:

  • Die Tageslänge (Beleuchtungsdauer) sollte im besten Fall mind. 12 Stunden betragen

  • Die Wassertemperatur für Ihre Koi sollte konstant zwischen 18 bis 25°C aufweisen.

  • Das Futterangebot für die Laichfische muss reichlich sein.

 

Koifütterung

Sind Koi für das Aquarium geeignet?

Die Antwort lautet: Nein

Koi werden in kürzester Zeit zu groß für ein Aquarium. Außerdem ist er ein Teichfisch und daher an eine dunkle Umgebung gewöhnt. Koi fühlen sich in einem hellen Glasbehälter überhaupt nicht wohl.

Könnte man den Koi in die freie Natur aussetzen?

Auch das ist nicht erlaubtObwohl der Koi vom Karpfen stammt ist er einzig und alleine ein Zierfisch! 

Koi können unter anderem auch Träger von Krankheiten (z.B. KHV-Virus) sein, die nur bei dieser Fischart vorkommen. Diese Krankheiten werden sonst auf unsere heimischen Karpfen etc. übertragen und können dadurch ganze Fischbestände in unseren natürlichen Gewässern gefährden!

Bringen Sie bitte das natürliche Gleichgewicht unserer heimischen Gewässer nicht durcheinander und achten Sie auf unsere Umwelt und die Natur!

Koi Fische

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Im Teichcenter Onlineshop halten wir in Zukunft für Sie alle Komponenten für die Anlage und die Pflege Ihres Koiteiches bereit!

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